Selbstbestimmt

  Nachdenken, Verändern, Leben
  Für Dich und Deinen Hund!

Hier hast Du die Gelegenheit, Begebenheiten und Informationen zu neuesten oder wiedergefundenen Erkenntnissen aus unserem Zusammenleben mit dem Hund nachzulesen. Diese Erkenntnisse können wissenschaftlicher Art sein, sollen aber zu allererst meine eigenen Erfahrungen und Feststellungen wiederspiegeln und zum Nachdenken anregen!
Der normale Haushund ist heute ein Familienmitglied, der im Sozialverband der Familie seinen Platz hat und den Menschen als Sozialpartner benötigt noch vor anderen Artgenossen.
Um die Mensch-Hund-Beziehung heute zu verstehen macht es für jeden Hundemenschen Sinn seinen Blick in die weite Vergangenheit zu richten und sich die Frage zu stellen, warum ausgerechnet Wolf und Mensch vor über 30 Tausend Jahren zusammenfanden. Die Rolle ähnlicher Sozialstrukturen in der Familie Mensch und in der Familie Wolf sowie das Anerkennen einer Koevolution beider Spezies gibt Antwort und bildet die Grundlage dieses Verstehens!
Die Beziehung zwischen Hund und Mensch ist intensiv und einzigartig.
Allerdings ist die heutige Zeit für den Hund alles andere als rosig. Eine hundeunfreundliche Gesellschaft, eine sich verändernde Sozialität und Struktur der menschlichen Familie sowie die zunehmende Naturentfremdung der Menschen stellt die Mensch-Hund-Beziehung auf den Prüfstand.
Das Bedürfnis des Hundes nach einem zuverlässigen, souveränen, authentischen und vertrauenswürdigen Partner Mensch, der ihn liebt, respektiert und beschützt, der für ihn in jeder Lebenssituation sorgt und in der Lage ist, ihm seine Grenzen aufzuzeigen, zu erkennen und zu erfüllen fällt den Menschen immer schwerer. Stattdessen wird allseits ein funktionierender Supermusterhund kreiert, den jeder Hundemensch letztendlich an der Leine haben sollte – ob schon so hin gezüchtet oder letztendlich hintrainiert!
Zunehmende Verhaltensauffälligkeiten sind die Folge! Die Verschiebung der Stressachse bei Mensch und Hund in Richtung erhöhte Stressanfälligkeit und höherer Aggressionsbereitschaft ist kein Phänomen, sondern die Folge der Missachtung sozialer seelischer Bedürfnisse.
Mensch und Hund fanden unter anderem vor tausenden von Jahren zueinander, weil sich genau diese Stressachse in Richtung verringerte Stressanfälligkeit verschoben hatte …
So wie wir Menschen uns verändern, so verändert sich der Hund! Mehr noch, wir Menschen verändern den Hund zusätzlich absichtlich, passen ihn durch Zucht und Auslese unseren oft sehr eigennützigen Bedürfnissen und Wünschen an.
Das Verhalten des Hundes ist eng an seine Menschen gekoppelt – dass dürfen wir niemals vergessen! Wie wir miteinander und mit unserer natürlichen Umwelt umgehen, mit Werten wie Liebe, Empathie, Achtsamkeit, Ehre - so vermitteln wir es auch unseren Hunden (unseren Kindern übrigens auch)!
Welche Werte lebst Du?