10 Tipps ...

 
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 Für Dich und Deinen Hund!

10 Tipps gegen machtbesessene Hunde
Als Viel-Internet-Benutzerin klicke ich ab und an mal auf Werbelinks, gerade wenn sie mit Hunden zu tun haben. Da wurde für eine Seite geworben, die Hundefreunde über eine Community (Internetplattform zum Informationsaustausch) zusammen bringen möchte. Eine gute Idee, dachte ich. Schnell geklickt und ich landete auf eine optisch sehr ansprechende Seite mit allem Pi Pa Po für den zeitgemäßen Hunde-  und Community interessierten Menschen.   Im Blog stieß ich auf 10 Tipps für ein angeblich stressfreies Leben mit dem Hund und dahin war meine eigentliche Begeisterung ... eine weitere Seite im Netz, die die Mensch-Hund-Beziehung in ein reines Dominanz (Beherrschen)-Gefüge steckt. Eine so moderne Seite gefüllt mit uraltem „Schrott“! Da ist von Rudelführung, Festigung der Rangordnung, Bestrafung, Emotionslosigkeit, Fressregeln, Revierkontrolle (des Menschen!), Ignorieren, Unterordnung als Erziehung und … immer wieder von Kontrolle die Rede. Man findet diese Regeln noch zu Genüge im Netz!

Längst wurde in vielen Studien wissenschaftlich belegt, dass Hunde nicht davon motiviert sind, ihren Platz in der Rangordnung ihres Rudels zu behaupten.
Im Netz gibt es eine Vielzahl von Informationen dazu. (Quellen siehe Ende des Artikels!)
Die Hunde der Welt wollen nicht an die Macht und sie wollen nicht unseren Thron, sie wollen keine Rangordnung klären geschweige denn die "Rudelführung" übernehmen!
Herrschen, Unterdrücken, Kommandieren und Ignorieren sind wenig rühmliche menschliche Erfindungen und egoistische Eigenschaften, die unserem Hund nachweislich nicht eigen sind!
Vertreter der längst widerlegten Dominanztheorie, leider auch im Fernsehen als die "Wundertrainer" immer wieder nett in Szene gesetzt, wenden diese Erfindungen größtenteils bei der Erziehung an und verbreiten nach wie vor ihre überholten Erziehungstipps!
Erziehen allgemein heißt Mitdenken, Hinterfragen, Anleiten, Selbst Lernen und verständlich Lehren. Unseren Hund erziehen bedeutet also nicht, ihm das stupide Befolgen der Kommandos Sitz, Platz oder Fuß beizubringen, ihn zu ignorieren oder vor ihm durch die Türe zu gehen - ihn zu beherrschen und zu kontrollieren! Viel wichtiger ist es, ihn in unser einzigartiges individuelles soziales Umfeld zu integrieren, seinen Charakter zu formen und seine Stärken zu fördern sowie seine Kooperationsbereitschaft zu erkennen und anzunehmen!

Dabei sollten wir unseren eigenen Verstand einschalten. Immerhin handelt es sich bei unserem Hund weder um einen machtbesessenen Tyrannen, den es zu knechten gilt, noch um einen technischen Gegenstand, der bei der richtigen 10 Punkte Handhabung funktioniert sondern um einen wirklich treuen Freund.
In vielen Hundesportvereinen ist die Dominanztheorie die Begründung für diverse gemeine Ausbildungsmethoden. Dazu demnächst mehr!

31.01.2013, Kathrin Richter

(Quelle: Pressemitteilung vom 21. Mai 2009
Mit freundlicher Genehmigung: Joanne Fryer
University of Bristol, Senate House, Tyndall Ave., Bristol BS8 1TH, UK, Übersetzung: Monika Gutmann, Artikel im „Journal of Veterinary Behavior“: Clinical Applications and Behavior Veröffentlichung: Dominance in domestic dogs – useful construct or bad habit? Von John W. S. Bradshaw, Emily J. Blackwell, Rachel A. Casey. Journal of Veterinary Behavior: Clinical Applications and Research, Volume 4, Issue 3, Seiten 109 – 144 (May-June 2009). Die Wissenschaftler bedanken sich bei Claire Cooke und Nicola Robertson für die Genehmigung, ihre Studie über frei interagierenden Hunde zu beschreiben, Dogs Trust für den Zugang zu einer Hundegruppe. Danke für die Unterstützung für wissenschaftliche Berichte von Waltham Centre for Pet Nutrition, RSPCA und Cats Protection. SEO by Artio 2
Der  gesamte Artikel ist hier zu lesen:
http://hundeschule-anders-artig.de/tipps-und-wissenswertes/dominanztheorie/)