Applaus...

 
 Von einem Ort,
 an dem die Uhren anders ticken!


Applaus, Applaus

Geschafft ...

Es ist geschafft! Die Arbeit ist "im Kasten". Selten hat mich ein Thema zum Hund so aufgewühlt! Recherchen, Betrachtungen, ein über den Haufen geworfenes Konzept, eine neue Idee und eine Menge Erkenntnisse reihen sich aneinander, lassen mich die Beziehung zu meinen Hunden noch klarer sehen. Auch wenn diese Erkenntnisse alles andere als erfreulich für die Spezies Hund sind, sie zu  sehen und zu begreifen bringt mich meinen Hunden näher denn je. Das Verstehen beflügelt mich.
Die Arbeit hat mich allseits gefordert und ich bin glücklich, dass ich sie so beenden konnte.

Wertvolles Lob ...

Gelöst und doch noch in Gedanken betrete ich mit meinen drei Schäferhunden unsere Wiese. Ich schließe das Tor, dabei werde ich von den Dreien beobachtet. Sie warten auf mich. Kein schnüffeln, kein pullern, nur warten! Ich sage nichts, fühle mich irgendwie frei und gehe in Richtung schwarzer Reifen, meinem gewohnten "Zuschausitz". Meine Schritte sind wie ein Startschuss zu einem wie Applaus anmutenden ausgelassenem Spiel! Ich begreife und bin gerührt! Jari und Watzek hopsen um mich herum, balgen sich vor meinen Füßen. Sie hindern mich am Weitergehen, indem sie ihr rasantes Fangespiel immer wieder vor mir mit einer Rangelei am Boden weiterspielen. Ich kann gar nicht anders, ich kniee mich nieder und range mit. In einem unbeschwerten Spiel agiere und reagiere ich - anders, bewußter, vertrauter? Inka sieht uns zu, kommt dichter. Sie wartet auf den Augenblick, an dem etwas Luft zwischen mir und den Tobenden ist. Dicht drückt sie sich an mich, setzt sich auf meine Füße - wir sind eins in diesem Augenblick. Inka applaudiert still, aber nicht weniger intensiv!

Hier und Jetzt ....

Nach der ersten Toberei verschnaufen wir. Ich sitze auf einem Reifen, die Hunde liegen um mich herum. Es geht mir gut, ich lebe im Hier und Jetzt - mein Kopf ist frei - in diesem Moment. Ich  habe Zutritt in eine Welt, die einander wertschätzt, respektiert und wahrhaftig liebt.
"Danke, Jari! Danke Inka! Danke Watzek!"
Ich spreche es aus, laut und deutlich.
Applaus, Applaus ...

16.10.2014, Kathrin Richter