Ein Hauch...

 
 Von einem Ort,
 an dem die Uhren anders ticken!


Ein Hauch Hoffnung

Still liegt unsere Wiese da!

Lautlos wiegen sich die Grashalme. Ich versuche einen kleinen Hauch von dem unsichtbaren Wind zu erhaschen in der leisen Hoffnung auf ein beruhigendes Streicheln …
Heute ist kein guter Tag.

Gerade haben wir die alle fit haltende Rennerei auf unserer Wiese abgebrochen.
Heute schafften wir nicht mal eine ganze Runde. Inkas Beine versagen ihr immer früher den Dienst.

Über 13 Jahre lang trugen sie das Mädchen zuverlässig und sicher durch das Leben!
In jede Schnüffelecke sind sie mit ihr gegangen!
So manches Mauseloch haben sie aufgebuddelt!
Etlichen Katzen sind sie hinterher gejagt!
Unzählige Wege sind sie auch an meiner Seite gegangen!
Nun dient meine Seite häufig als Stütze! Gerade eben gab ich den erschöpften Hinterläufen Hilfestellung - wie gerne würde ich mehr tun (können)!

Meine zweite Schäferhündin Jari frisst hinter mir Gras!
Das macht Jari manchmal, wenn sie verzweifelt ist!

Watzek, der dritte im Bunde, versucht eine kleine Spielaufforderung in unsere Richtung, ganz vorsichtig! Ich gehe kurz darauf ein. Jari kommt angelaufen, eine kleine Rangelei entsteht. Jari beendet dieses kleine Zwischenspiel laut, Watzek schaut verdutzt, sammelt sich und legt sich abseits.

Ich setzte mich auf meinem Zuschaureifen. Mein Blick schweift über die Wiese und meine Gedanken sind bei Inka. Ich suche den reinigenden Wind, der meinen Gedanken Hoffnung einhaucht!

Jari legt sich dicht neben Inka. Vor ewigen Zeiten kommandierte ich die beiden Hunde nebeneinander ins Platz. Freiwillig habe ich sie nie so dicht beisammen liegend gesehen!

In diesem Augenblick verliere ich die Kontrolle – über meine Tränen!
Da steht Inka auf und legt sich zu meinen Füßen!

11.08.2015, Kathrin Richter